Öffentliche Bauten

Zentrum für Translationale Zellforschung
Zentrum für Translationale Zellforschung (ZTZ)
Standort
Freiburg Stühlinger
Entwurf, Planung
Heinle, Wischer und Partner, Freie Architekten, Stuttgart
Ausführung
Architektengruppe F70
Bauherr
Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Freiburg
Grundfläche
7700 m2
Bruttorauminhalt
33500 m3
Fertigstellung
2015
Kosten
24,5 Mio

Das Gebäude wird auf dem Gelände der Klinisch Theoretischen Institute errichtet. Es bildet den letzten Riegel zum Grünraum einer aus drei Gebäuden gefassten Stange.
Das Forschungsgebäude beinhaltet Labore, Büros und Kommunikationsflächen. Die Erschließung erfolgt über die neu geplante Forscherstraße auf dem Campus des Universitätsklinikums.
Es gibt einen Laborspange mit Laboren und Sanitärkernen sowie eine Bürospange mit Sozialräumen und zwei Erschließungskernen. In den Untergeschossen befinden sich die Technikräume sowie ein Hausanschlussraum für die Anbindung der Versorgungsmedien, im zweiten Untergeschoss darüber hinaus ein Versorgungskanal mit Anschluss an das Pathologische Institut.
Die vertikale Erschließung erfolgt über einen Personenaufzug in der Eingangshalle und ein geschlossenes Treppenhaus, ein weiteres Treppenhaus befindet sich an der Südostseite des Neubaus.
Die Stirnseiten des Gebäudes sind mit einer Vorhangfassade aus Aluminiumpaneelen bekleidet, Labor- und Büroseite weisen eine Elementfassade auf. Das Flachdach wird als extensives Gründach ausgebildet.

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Petrus-Gemeindezentrum Freiburg
Petrus Gemeindezentrum Freiburg
Standort
Freiburg Wiehre
Entwurf, Planung, Ausführung
Architektengruppe F70
Bauherr
Evangelische Kirche in Freiburg
Grundfläche
3800 m2
Bruttorauminhalt
5605 m3
Fertigstellung
2014
Kosten
2,4 Mio

Das Petrus-Gemeindezentrum wurde in den 70er-Jahren als erster Baustein eines größeren Gesamtkonzepts mit einem zweigruppigen Kindergarten, einem Gemeindesaal mit Nebenräumen und Wohnungen, jeweils für den Pfarrer und den Kirchendiener, errichtet. Die Erschließung der verschiedenen Nutzungen erfolgte dabei über einen gemeinsamen Vorplatz mit offener Treppenanlage durch das gesamte Gebäude bis ins Obergeschoss. Zeittypisch für die Fassade war die sichtbare Struktur des Betontragewerks.
Die Aufgabenstellung für den Umbau umfasste zum einen die Sanierung des bestehenden Kindergartens und die Erweiterung um eine weitere Gruppe mit allen notwendigen Nebenräumen einschl. einer neuen zentralen Eingangssituation.
Für die Gemeinderäume galt es, eine völlig neue, vom Kindergarten getrennte Eingangssituation zu schaffen. Hierzu wurde ein Aufzugsturm errichtet, der die Barrierefreiheit aller Räumlichkeiten im Obergeschoss gewährleistet, als Abschluss eines großzügigen, neuen Eingangsplatzes.
Nach dem Umbau, der Kindergarten als auch der Gemeindesaal wurden während der Bauphase weiter genutzt, präsentiert sich das Petrus-Gemeindezentrum in einfachen Formen, mit seiner besonderen Farbgebung und den wenigen, verschiedenen Materialien als modernes Gebäude mit vielfacher Nutzung (Kindergarten, Gemeinderäume, kirchliche Einrichtungen), welches nun selbstbewusst aus seiner früher doch etwas sehr versteckten Lage herausgerückt ist.

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Landgericht Freiburg und Oberlandesgericht Karlsruhe
Denkmalgerechte Fassadensanierung Landgericht Freiburg und Oberlandesgericht Karlsuhe, Aussenstelle Freiburg
Planung, Ausführung
Architektengruppe F70 in Verbindung mit Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Freiburg
Bauherr
Vermögen und Bau Baden Württemberg, Amt Freiburg
Fertigstellung
2011

Dem Sickingen Palais gegenüber liegt das ehemalige Deutschherrenpalais. Beide Gebäude befinden sich in der alten Salzstraße, die seit Gründung der Stadt als zentrale West-Ost Achse erhalten geblieben ist.
Auch dieses Gebäude wurde durch die Bombardierung zerstört. Der Wiederaufbau erfolgte als Justizgebäude in den Jahren 1982 -1986 nach den Plänen des Architekten Max Bächer. Das ehemalige Sickingen-Palais wurde um 1770 durch den französischen Architekten Michel d`Ixnard geschaffen. Die Bombardierung Freiburgs am 27.11.1044 zerstörte das großherzogliche Palais vollständig. Die Fassade überstand den Zerstörungsbrand jedoch ohne allzu große Schäden. Der Wiederaufbau als Justizgebäude erfolgte in den Jahren 1962 bis 1965 durch das staatliche Hochbauamt Freiburg. Als Baudenkmal bester Architektur des Louis XVI wurde die Fassade in den Neubau des Landgerichts einbezogen und der Bestand gesichert.
Im Zuge der Sanierung im Jahr 2010 wurden die alten Farbschichten abgetragen und die Steinschäden katalogisiert. Die Sanierung der Natursteinbestandteile der Fassade, des Zierwerks und der Skulpturen erfolgte konservatorisch und restauratorisch. Geschädigte Steinpartien wurden mittels Vierungstechnik ersetzt. Die gesamte Fassade wurde farblich gefasst.
Zusätzlich konnte auch ein Beleuchtungskonzept realisiert werden, dass eine bessere Wahrnehmung der Zugänge und der Fassade zum Ziel hatte.

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3
Pädagogische Hochschule Freiburg KG 1, Bibliothek
Pädagogische Hochschule
Planung, Ausführung
Architektengruppe F70 in Verbindung mit Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Freiburg
Bauherr
Vermögen und Bau Baden Württemberg, Amt Freiburg
Grundfläche
3950 m2
Bruttorauminhalt
13500 m3
Fertigstellung
2011

Das Kollegiengebäude 1 der Pädagogischen Hochschule wurde im Jahr 1957 errichtet. Die sichtbare Struktur des Betontragwerks ist Ausdruck der zeittypischen Architektur. 1970 wurden der eingeschossige Lesesaal und später ein Treppenturm angefügt.
Die Hüllflächen bedurften der Instandsetzung und der Sichtbeton einer grundlegenden Sanierung. Die energetische Verbesserung des Gebäudes war dringlich. Die Sanierungskonzeption hatte die Qualität der Architektur zu berücksichtigen, was eine sehr differenzierte Detaillierung erforderte. Im Innenbereich wurden die Sanitärbereiche entkernt und komplett neu errichtet und durch barrierefreie Toilettenanlagen ergänzt.
Eine offene und bedarfsgerechte Thekenanlage ersetzt die alte Leihstelle. Dadurch werden zentrale Informations- und Geschäftsprozesse neu organisiert und wesentlich übersichtlicher gestaltet.
Durch den Einbau einer Gleitregalanlage im Untergeschoss konnte den Nutzern umfassende Buchbestände zugänglich gemacht werden.
Die gesamten Sanierungsarbeiten erfolgten im laufenden Betrieb.

Ph kg1   bild 1   eingang bibliothek
3860   bild 2   nordfassade
3860   bild 4   wc anlage
Neubau eines S3 Labors am CVUA Freiburg
Entwurf, Planung, Ausführung
Architektengruppe F70 in Verbindung mit Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Freiburg
Bauherr
Vermögen und Bau Baden Württemberg, Amt Freiburg
Grundfläche
320 m2
Bruttorauminhalt
1750 m3
Fertigstellung
2013

Das Tierhygienische Institut wurde in den Jahren 1962 bis 1965 errichtet und ist heute Teil des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamtes. Die bestehenden Laborbereiche wurden durch den Neubau eines Laborgebäudes mit den technischen Sicherheitsstandards der biologischen Schutzstufe 3 erweitert. Dadurch können nun gezielte Untersuchungen z.B. an Tierseuchenerregern durchgeführt werden.
Die Laborbereiche befinden sich im Erdgeschoss. Die technische Infrastruktur für den Laborbetrieb ist in einem Kriechkeller im Untergeschoss sowie im Obergeschoss angeordnet. Die Technikbereiche verfügen über eine externe Erschließung. Die Gründung erfolgte über Bohrpfähle, da der Baugrund nicht tragfähig war. Gestaltgebende Architekturmerkmale aus den Bestandsgebäuden wie z.B. die Ziegelfassade oder die horizontale Fassadengliederung wurden bei der Neuplanung berücksichtigt und neu interpretiert.

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Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme, ISE in Freiburg
Entwurf, Planung
Brechensbauer Weinhart + Partner Architekten, München
Ausführung
Architektengruppe F70
Bauherr
Fraunhofer Gesellschaft, München
Grundfläche
4700 m2
Bruttorauminhalt
21700 m3
Fertigstellung
2014

An der Kreuzung Berliner Alleee/Elsäßer Straße wurde ein repräsentatives, neues Eckgebäude mit einer Höhe von 11,00 m zwischen zwei bestehende Institutsgebäude (N+Q) eingebunden.
Die Eingangssituation von der Berliner Allee ist deutlich ablesbar. Der gesicherte Innenbereich dient der Ver- und Entsorgung und wird bereichsweise mit dem Gebäudeteil MIO für Interferenzlithographie unterbaut. Das Hauptgebäude erhebt sich über 4 Geschosse und kragt im obersten Geschoss (Seminarbereich) ca. 11,00 m über das benachbarte Gebäude (N) hinweg. Genutzt wird das Institutsgebäude von zwei Arbeitsgruppen/Geschäftsfeldern.
Die Gruppe BTS (Beschichtungen Technologien und Systeme) hat beschichtungstechnische Aufgaben zu lösen, die in eine industrielle Umgebung transferiert werden müssen. Die zentrale Anlage ist dafür in der ebenerdig, staplerbefahrbaren Sputterhalle untergebracht. Die Gruppe MIO (Mikrostrukturierte Oberflächen) erzeugt auf den Lasertischen im Untergeschoss (Interferenzlithographie) Strukturen im Nano-meterbereich. Während der langen Belichtungszeit über mehrere Stunden darf es keine Temperaturunterschiede und Erschütterungen geben.
Die Gebäudehülle ist aufgebaut aus Stahlbetonwänden, 20 cm stark gedämmt, mit einer Faserzementbekleidung, unterbrochen durch Fensterelemente als Pfosten-Riegelkonstruktion, 3-fach verglast mit außenliegenden Raffstores. Außenwände wie auch begehbare oder extensivbegrünte Flachdachbereiche genügen einem Dämmstandard unter EnEV 2009.
Neu entwickelte PV-Module sind in der Brüstungsverglasung des Seminarraums im 2. OG integriert wie auch großflächig in der SW-Fassade, eingefügt in der Fugenstruktur der Vorhangfassade.
Die Oberflächen der Außenanlagen sind konzipiert auf möglichst geringe Versiegelung. Das Regenwasser versickert über eingebaute Rigolen. Im Innenhof dient die intensiv begrünte Dachfläche über dem erschütterungsgeschütztem Bauteil MIO als Erholungs- und Aufenthaltsfläche für die Mitarbeiter.

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Img 3041vielleicht als projektdeckblatt
Universitätsklinikum Freiburg, Neubau Universitäts-Notfallzentrum
Entwurf, Planung
KSP Jürgen Engel Architekten, Frankfurt
Ausführung
ARGE Robbin / Architektengruppe F70
Bauherr
Land Baden-Württemberg Universitätsbauamt Freiburg
Grundfläche
20400 m2
Bruttorauminhalt
86620 m3
Fertigstellung
2012

Der Neubau des Universitäts-Notfallzentrums ist der erste Baustein einer umfassenden Neuordnung der medizinischen Klinik. Ziel war es, Flächendefizite auszugleichen, sowie räumlich Verbindungen zur Chirurgischen Klinik herzustellen und übergreifende funktionale Abläufe zu optimieren.
Der Neubau wurde im Nordbereich des Klinikgeländes der Albert-Ludwigs-Universität errichtet. Der dreigeschossige Riegel orientiert sich in der Höhenentwicklung an den Bestandsgebäuden. Durch zwei nordorientierte Lichthöfe wird der Baukörper in drei etwa gleichgroße Bauteile gegliedert. Den Lichthöfen sind die Funktionsbereiche angegliedert. Die Erschließung erfolgt über eine zentrale Magistrale auf der Südseite des Gebäudes.
Im Erdgeschoss befindet sich die Notfallaufnahme. In den Hauptgeschossen sind die Intensivstationen mit 46 Betten, sowie die kardiologische Abteilung und Verwaltungsräume angeordnet. Auf der Dachfläche wurde ein Hubschrauberlandeplatz errichtet. In den Untergeschossen wurde ein Schnittbildzentrum, Personalumkleiden sowie ein Technikgeschoss organisiert.

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