Denkmalgerechte Fassadensanierung Landgericht Freiburg und Oberlandesgericht Karlsuhe, Aussenstelle Freiburg
Planung, Ausführung
Architektengruppe F70 in Verbindung mit Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Freiburg
Bauherr
Vermögen und Bau Baden Württemberg, Amt Freiburg
Fertigstellung
2011

Dem Sickingen Palais gegenüber liegt das ehemalige Deutschherrenpalais. Beide Gebäude befinden sich in der alten Salzstraße, die seit Gründung der Stadt als zentrale West-Ost Achse erhalten geblieben ist.
Auch dieses Gebäude wurde durch die Bombardierung zerstört. Der Wiederaufbau erfolgte als Justizgebäude in den Jahren 1982 -1986 nach den Plänen des Architekten Max Bächer. Das ehemalige Sickingen-Palais wurde um 1770 durch den französischen Architekten Michel d`Ixnard geschaffen. Die Bombardierung Freiburgs am 27.11.1044 zerstörte das großherzogliche Palais vollständig. Die Fassade überstand den Zerstörungsbrand jedoch ohne allzu große Schäden. Der Wiederaufbau als Justizgebäude erfolgte in den Jahren 1962 bis 1965 durch das staatliche Hochbauamt Freiburg. Als Baudenkmal bester Architektur des Louis XVI wurde die Fassade in den Neubau des Landgerichts einbezogen und der Bestand gesichert.
Im Zuge der Sanierung im Jahr 2010 wurden die alten Farbschichten abgetragen und die Steinschäden katalogisiert. Die Sanierung der Natursteinbestandteile der Fassade, des Zierwerks und der Skulpturen erfolgte konservatorisch und restauratorisch. Geschädigte Steinpartien wurden mittels Vierungstechnik ersetzt. Die gesamte Fassade wurde farblich gefasst.
Zusätzlich konnte auch ein Beleuchtungskonzept realisiert werden, dass eine bessere Wahrnehmung der Zugänge und der Fassade zum Ziel hatte.

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